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Förderung des Siebenschläfers im Teutoburger Wald
12.12.2016
Bild: Meike Hötzel
Der Siebenschläfer macht seinem Namen alle Ehre - hält er tatsächlich sieben oder auch schon mal acht Monate Winterschlaf. Die Biologische Station untersucht das Vorkommen des kleinen Bilches im Teutoburger Wald und fördert seinen Bestand durch die Verbesserung des Lebensraumes.
Aktuelles aus dem Projekt
Allgemeine Informationen
Dank der Förderung durch den

NABU -
Naturschutzbund           Deutschland e.V.

und den

Naturschutzbund
Kreisverband - Gütersloh e.V.

hat die Biologische Station das Schutzprojekt für den Siebenschläfer im Jahr 2015 ins Leben gerufen.

Lesen Sie hier mehr zu
  






Der Siebenschläfer 

Der Siebenschläfer (Glis glis) ähnelt mit seinem buschigen Schwanz einem kleinen Eichhörnchen. Doch gehört er zu der Familie der Bilche (Gliridae), auch Schläfer oder Schlafmäuse genannt. 

Sein Rückenfell ist grau, der Bauch weiß, die dunkel umrandeten Augen sind schwarz und groß, die Ohren klein und rundlich. 

Aus seinem Winterschlaf erwacht der Siebenschläfer im Mai, doch zu Gesicht bekommt man den nachtaktiven Bilch eigentlich nicht. 

Dafür sind ihre charakteristischen Rufe insbesondere zur Paarungszeit im Mai weit zu hören: mit lauten Pfeif- und Quieklauten werben die stimmfreudigen Männchen um die Weibchen. 

Im August / September kommen 4 – 6 Junge zur Welt, allerdings nur, wenn das Nahrungsangebot gut ist. Ansonsten kann es großräumig und auch während mehrerer Jahre hintereinander zu einem Ausfall der Fortpflanzung kommen.



 


Lebensraum

Der Siebenschläfer bevorzugt als Lebensraum großflächige, alte Buchen- und Eichenwälder mit einer ausgeprägten Strauchschicht und einem hohen Alt- oder Totholzanteil. 

Die Baumhöhlen in den alten und abgestorbenen Laubbäumen bieten den kleinen Bilchen Unterschlupfmöglichkeiten während des Tages. Zudem ziehen sie in den Höhlen ihre Jungen auf, für die sie ein Nest aus Blättern, Moos, Farnen und Haaren bauen. Reine Nadelwälder werden weitgehend gemieden.

Wichtig ist außerdem eine gute Nahrungsverfügbarkeit. Schläfer nehmen viel Nahrung zu sich, was sie in Form von Fett am Bauch und Nacken speichern. 

Im Frühjahr frisst der Siebenschläfer überwiegend Knospen und Blätter, im Sommer Früchte und im Herbst Pilze, Beeren und Nüsse. 

Außerdem verspeist er Weichtiere und Insekten, als adultes Tier auch Vogeleier und Jungvögel.  

Den Winterschlaf verbringt der kleine Schläfer in Erdhöhlen oder auch in unterirdische Spalten von Kalkvorkommen.

Gefährdung

Die Zerschneidung von Waldgebieten durch Straßen- und Siedlungsbau sowie der zunehmende Anbau monotoner Fichtenwälder stellen für Waldarten wie den Siebenschläfer einen Lebensraumverlust dar. Bereits 50 m gehölzfreie Flächen sind unüberwindbare Barrieren und führen damit zur Isolation von Populationen. 

Zudem bereitet der Mangel an Baumhöhlen und an ausreichend Nahrung dem Siebenschläfer in intensiv forstlich bewirtschafteten Wäldern Probleme. 








Förderung des Siebenschläfers

Der Teutoburger Wald in Borgholzhausen an der Grenze zu Niedersachsen gehört zu dem Randbereich des Verbreitungsgebietes des streng geschützten Siebenschläfers in Nordwest-Deutschland. 

Der Sicherung des Bestandes kommt daher hier eine besondere Bedeutung zu.

Die Biologische Station führt seit dem Frühjahr 2015 ein Schutzprojekt für den Siebenschläfer durch. 

Dabei wird das Vorkommen des Bilches im Teutoburger Wald untersucht. Mit Hilfe von Wildkameras in Kombination von Lockstoffen (Früchten) haben wir das Vorkommen überprüft. Lesen Sie hier mehr zu unserem Monitoring! Positive Erfahrungen mit dieser Untersuchungsmethode haben wir bereits bei unserer Untersuchung zum Vorkommen vom Baummarder gesammelt.

Weiterhin haben wir 52 Holzkästen, so genannte Kobel, für den Siebenschläfer aufgehängt. Mit diesen kleinen Kästen sollen dem kleinen Schläfer zusätzliche Unterschlupfmöglichkeiten geboten und die Lebensraumbedingungen verbessert werden. Die Kobel werden regelmäßig auf Besatz kontrolliert.

Lesen Sie hier mehr zu der

Umsetzung der Schutzmaßnahmen für den Siebenschläfer

und zu den Ergebnissen der Kontrolle im Sommer 2016!



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Kontakt
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Biologische Station Gütersloh/Bielefeld
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Tel.: 05209 / 980101
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