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Artenreiche Feldflur im Kreis Gütersloh
28.01.2016
Bild: F. Püchel-Wieling
Die Förderung der Artenvielfalt in unserer Region ist das Ziel dieses Projekts. Die Biologische Station hat in Abstimmung mit der Landwirtschaft, der Jagd und der Imkerei ein Maßnahmen orientiertes Konzept erstellt. Die ersten Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensräume für ausgewählte Tier- und Pflanzenarten in unser Kulturlandschaft werden im Winter 2013 / 2014 umgesetzt.
Aktuelles aus dem Projekt
Feldvogelinseln im Acker - neue, einjährige Schutzmaßnahme 16.03.2017
Neuer Erlass vom Umeltministerium NRW: Aufgrund der "besonderen Gefährdungslage" zahlreicher Brutvogelarten werden zu ihrem Schutz "Feldvogelinseln" gefördert. Es handelt sich dabei um Ackerbrachen innerhalb einer Fläche, die für ein Jahr angelegt werden. Landwirte können sich bei der Biostation für weitere Informationen melden! [...]
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Maßnahmen zur Förderung des Kiebitzes im Kreis Gütersloh 15.02.2017
Der Bestand des Kiebitz weist einen dramatisch verlaufenden Rückgang auf - im Kreis Gütersloh beträgt dieser in den letzten 9 Jahren etwa 50 %. Der Kiebitz ist heute auf die Umsetzung gezielter Schutzmaßnahmen angewiesen. Gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer und der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Gütersloh informiert die Biostation über Maßnahmen und ihre Fördermöglichkeiten. [...]
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Allgemeine Informationen

Artenreiche Feldflur im Kreis Gütersloh

Der Umweltausschuss des Kreises Gütersloh sieht den eindeutigen Handlungsbedarf, sich für den Erhalt der Biologischen Vielfalt und für eine Trendwende im Artenrückgang zu engagieren. Im Sommer 2013 ist zu diesem Zweck das Programm "Artenreiche Feldflur im Kreis Gütersloh" ins Leben gerufen worden.
Für die Umsetzung des Programmes hat der Kreis Gütersloh die Biologische Station beauftragt, ein maßnahmenorientiertes Artenschutzkonzept zum Erhalt der Artenvielfalt in der Feldflur zu erarbeiten.

Ziel des Konzeptes ist, ausgewählte Indikatorarten, die stellvertretend für Arten ihres Lebensraumes stehen, durch gezielte Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen im Bestand zu fördern.
Das Konzept wurde gemeinsam mit der Landwirtschaft, der Jagd, Imkerei und dem Naturschutz im Vorfeld abgestimmt.

Die Umsetzung der Schutzmaßnahmen erfolgt im Auftrag des Kreises Gütersloh durch die Biologische Station, durch die Vertreter der Landwirtschaft, der Jäger und der Imker sowie durch die Koordinierungsstelle Energie und Klima des Kreises Gütersloh.






 
 
Feldlerche, Rebhuhn und Kiebitz waren vor ca. 40 Jahren noch weit verbreitete und häufige Arten der offenen Kulturlandschaft. Ebenso wie in vielen Gebieten Mitteleuropas sind seitdem aber gravierende Bestandseinbrüche zu verzeichnen; in den letzten drei Jahrzehnten in einigen Regionen mit dramatischem Verlauf.

Ursachen sind neben dem reinen Flächenverlust die einschneidenden Veränderungen in der Landbewirtschaftung.



Zu nennen sind hier vor allem die deutlich intensivierte Bodennutzung, wie Frühsaat und Frühernten, die Einstellung der Vielfelderwirtschaft, der erhöhte bzw. gezielte Einsatz von Pestiziden, das Ausbringen von Gülle, Flächenzusammenlegung im Rahmen der Flurbereinigung sowie eine stark intensivierte Grünlandwirtschaft. 

Zudem hat sich das Nahrungsangebot durch den Wegfall von insektenreichen Feldsäumen, Stilllegungs- und Bracheflächen erheblich verschlechtert.




Die veränderten Lebensbedingungen machen jedoch nicht nur den Ackervögeln zu schaffen - 
auch andere Kulturfolger wie Steinkauz, Schleiereule, Rauch- und Mehlschwalbe sind in ihrer Populationsdichte stark rückläufig.






 

Weiterhin sind Insekten (z.B. Feldgrille, Schachbrettfalter und Wildbienen) sowie Amphibien (u.a. der Laubfrosch) betroffen.

Auch zahlreiche Pflanzenarten nehmen aufgrund der zunehmenden Intensivierung der Landbewirtschaftung im Bestand stark ab. Dazu zählen Berg-Sandglöckchen, Besenheide, Glockenheide und Heidenelke.






Dieser negativen Entwicklung möchte der Kreis Gütersloh entgegen wirken! 

Mit der Umsetzung gezielter Schutzmaßnahmen sollen die Lebensräume ausgewählter Leitarten der Flora und Fauna verbessert werden und damit ein Beitrag zum Erhalt der Biodiversität in unserer Region geleistet werden.

Die Durchführung erfolgt im Auftrag des Kreises Gütersloh durch die Biologische Station gemeinsam mit der Landwirtschaft, den Jägern, Imkern und der Koordinierungsstelle Energie und Klima des Kreises.












Blütenreiche Wildpflanzen zur Biogaserzeugung

Der Anbau von Mais ist in den letzten Jahren insbesondere durch seine Verwertung in Biogasanlagen stark angestiegen. 
Die Folge der sogenannten Vermaisung der Landschaft ist der Verlust von Strukturen und von Nahrungshabitaten. In der Feldflur macht sich dies wiederum in der Artenvielfalt bemerkbar.

Eine Maßnahme des Programmes "Artenreiche Feldflur im Kreis Gütersloh" stellt der Anbau von ertrag- und artenreichen Blühpflanzen dar. 
Als Ergänzung zum Mais können diese Pflanzen auch zur Biogaserzeugung verwerten werden. Zugleich werden mit den Blühpflanzen verschiedene Tierarten, wie Insekten, Vögel und Fledermäuse, gefördert. 

Der Kreis Gütersloh und die Stadt Werther (Westf.) hat am 26.2.2015 zu einem interessanten 
Vortrags- und Diskussionsabend zum Thema "Energie aus Blütenpflanzen - Chance für die Energiewende, für Natur und Kulturlandschaft" eingeladen. Lesen Sie hier den Presseartikel!

Bei dem Vortragsabend hat u.a. der Landwirt Werner Kuhn, Initiator von dem Deutschland weiten Wildpflanzenprojekt  über seine jahrelangen Erfahrungen im Anbau von Blütenpflanzen zur Biogaserzeugung berichtet. 



Weitere Projekte der Biologischen Station zur Förderung einer artenreichen Feldflur im Kreis Gütersloh

Die Biologische Station engagiert sich seit vielen Jahren für die Verbesserung der Biologischen Vielfalt in unserer Kulturlandschaft. Folgende Projekte haben wir im Kreis Gütersloh durchgeführt:


Gold für Gütersloh - Schutzprojekt für die Goldammer
Die Goldammer ist ein typischer Feldvogel der offenen und halboffenen Kulturlandschaft. Ihr Bestand ist aufgrund von Flächenverbrauch und einer zunehmenden Intensivierung der Landbewirtschaftung rückläufig. Die Biostation setzt in Gütersloh und Harsewinkel praktische Maßnahmen um, um ihren Lebensraum zu verbessern. Das 2015 ins Leben gerufene Projekt wird gefördert durch die Stiftung der Sparkasse Gütersloh. (mehr...)

 
Praktischer Schutz der Feldlerche (Alauda arvensis) im Kreis Gütersloh
"Es war die Nachtigall und nicht die Lerche" - wer kennt diesen Satz nicht aus Shakespeares "Romeo und Julia"!? 
Leider wird der Gesang der Feldlerche, unseres typischen Frühlingsboten, über den Äckern und Wiesen immer seltener. 
Die Biologische Station engagiert sich seit 2005 aktiv im Schutz der Feldlerche im Kreis Gütersloh.




Schutzprojekt für Schwalben und Mauersegler im Kreis Gütersloh
"Ein Schwalbe macht noch keinen Sommer!" und wir wollen mehr! Die rückläufigen Vorkommen von Rauchschwalbe und Mehlschwalbe sowie vom Mauersegler sollen im Kreis Gütersloh aufgehalten werden. 
Die Biologische Station setzt sich seit 2011 aktiv für die Förderung der Mauersegler und Schwalben im Kreis Gütersloh ein.





Schutzprojekt für Laubfrosch und Steinkauz - Förderung einer artenreichen Kulturlandschaft
Der Laubfrosch und der Steinkauz - beide Bewohner einer naturnahen, strukturreichen Wiesenlandschaft - sind zunehmend vom Aussterben bedroht. 
Die Biologische Station hat mit ihrem Schutzprojekt gezielte Maßnahmen zum Erhalt der beiden sensiblen Tierarten durchgeführt.





Ein Blick in die Lerchenfenster
Lerchenfenster werden landesweit von den Landwirten als Schutzmaßnahme für die Feldlerche angelegt. Es handelt sich dabei um 20m2 große, nicht eingesäte Bereiche in Getreideflächen. 

Untersuchungen zeigen, dass die Lerchen diese Fenster tatsächlich annehmen - ob als Brutplatz oder eher zur Nahrungsaufnahme, möglicherweise gemeinsam mit anderen Ackervögeln?




Die nächsten 10 Tage - Veranstaltungen
Keine Einträge für diesen Zeitraum.
Kontakt
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Biologische Station Gütersloh/Bielefeld
Niederheide 63,
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Tel.: 05209 / 980101
Fax: 05209 / 980102

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