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Naturschutzgebiet Am Lichtebach

Lage: nördlich von Gütersloh

Größe: 89,3 ha

Unterschutzstellung: 20.01.1989

Das NSG "Am Lichtebach" liegt im Norden der Stadt Gütersloh an der Grenze zu Steinhagen. Es handelt sich um ein großes, zusammenhängendes Feuchtgrünlandgebiet im Bereich der Lichtebachaue, die am Zusammenfluss mit dem Steinbach wannenförmig erweitert ist. Der geologische Untergrund des Gebietes wird durch sandige, oft anmoorige Bachablagerungen bestimmt. Die feuchten und sogar nassen Grünlandflächen werden durch hohe Grundwasserstände gekennzeichnet. Trotz Entwässerungsmaßnahmen hat sich der naturgemäß geringe Grundwasserflurabstand bereichsweise nicht wesentlich verändert, die Feucht- und Nassgrünländer finden im NSG eine weite Verbreitung von insgesamt ca. 45 ha. So findet man hier viele seltene Pflanzenarten, unter anderem individuenreiche Vorkommen der Faden - Binse sowie des Wasser - Greiskrautes, die hier optimale Bedingungen vorfinden. An den Entwässerungsgräben findet man Vorkommen von Rundblättrigem Sonnentau. Im Westen befinden sich zwei ungenutzte Teiche, die neben zahlreicher Unterwasser - Vegetation flache Uferzonen mit breiten Schilfröhrichten entwickelt haben.











Beide Artenschutzgewässer haben sich zudem zu wertvollen Lebenräumen für Amphibien und Libellen entwickelt. Die insgesamt große faunistische Bedeutung der Feucht und Nasswiesen "am Lichtebach" wird ebenso durch Vorkommen gefährdeter hygrophiler Heuschreckenarten, wie dem Sumpf - Grashüpfer und der Sumpfschrecke, deutlich.

Wertvoll sind die Flächen aber auch für Wat- und Wiesenvögel, die im morastigen Boden nach Nahrung suchen. So brütet hier regelmäßig der Große Brachvogel. Zudem konnten im Bereich der Gewässer die an Röhricht gebundenen Arten Teich- und Sumpfrohrsänger und die Rohrammer nachgewiesen werden. Auch der Kiebitz brütet im umliegenden Grünland. Zu den Durchzüglern und Nahrungsgästen gehören unter anderem der Schwarzspecht und die Spießente.








Insgesamt unterliegen heute nahezu alle Flächen des NSG der Wiesennutzung, ein großer Teil wird zudem im Rahmen von Bewirtschaftungsverträgen extensiv genutzt. Für interessierte Besucher befinden sich Infotafeln im Norden des Schutzgebietes.

 






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