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Naturschutzgebiet Vennheide

Lage: in der Gemeinde Steinhagen nordwestlich des Ortsteils Brockhagen, nördlich der Harsewinkeler Straße

Größe: 124 ha

Unterschutzstellung: 13.01.1989

Das NSG "Vennheide" ist ein Feuchtwiesenschutzgebiet, welches aus zwei nicht zusammenhängenden Einzelflächen besteht und insgesamt 124 ha umfasst. Der größte Teil des NSG befindet sich in Steinhagen, eine weitere kleine Fläche von 5,02 ha liegt jedoch in Halle/Westfalen. Es zeichnet sich durch sein vielfältiges Landschaftsbild aus und bietet somit einer Vielzahl an gefährdeten Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum.


Vorherrschend im NSG sind frische bis feuchte, zum Teil magere Grünlandflächen, die zu einem Großteil im Bereich des Vertragsnaturschutzes extensiv genutzt werden. Im Südwesten des NSG findet man Kiefernwälder und weitläufige Dünenflächen. Der Boden hier ist sehr nährstoffarm, man bewegt sich auf sandigen Wegen mit Sandtrockenrasenarten und angrenzendem Borstgrasrasen. An vielen Wegbereichen finden sich zudem einige Birkenbaumreihen und in den sonnigen Bereichen sind zudem einige Heideflächen zu entdecken, welchen das NSG seinen Namen verdankt.



Auf Flächen mit ausreichend Feuchtigkeit wächst die Glockenheide, auf trockenen Bereichen die Besenheide. Auf kurzer Strecke und nur am Randgebiet durchfließt der Sandforther Bach das NSG. Zusätzlich wurde vor einigen Jahren auf einer feuchten Fläche eine Blänke abgeschoben. An den Ufern hat sich inzwischen eine lückige Ufervegetation unter anderem mit Vorkommen der gefährdeten Art des Mittleren Sonnentau entwickelt. Im Grünlandbereich wachsen Weidengras - Weissklee, Weißes Straußgras, Hunds - Straußgras und Knick - Fuchsschwanz. Auch der auf der roten Liste stehende Lämmersalat kann hier gefunden werden. An mageren feuchten Graben- und Wegrändern wachsen gefährdete Arten wie der Königsfarn, Kriech - Weide und Teufelsabbiss.












Für Insekten bieten die Feuchtwiesenbereiche einen idealen Lebensraum, so konnten hier elf Heuschreckenarten (unter anderem die Sumpfschrecke und der Sumpfgrashüpfer) und 21 Tagfalterarten nachgewiesen werden. Auch für Libellen bietet das NSG einen idealen Lebensraum. So findet man hier Arten wie die Südliche Binsenjungfer, die Glänzende Binsenjungfer, die Gemeine Binsenjunger, die Schwarze Heidelibelle und den Plattbauch. Auf den Sandflächen kommt der seltene Sandlaufkäfer vor.













Das NSG stellt auch für viele Vogelarten einen idealen Lebensraum dar. So brüten hier regelmäßig typische Wiesenvögel wie Großer Brachvogel, Kiebitz und Wiesenschafstelze. Auch gab es im Gebiet erfolgreiche Bruten von der Feldlerche und Heidelerche, dem Baumpieper und im Jahr 2010 erstmals auch vom Neuntöter. Auch der Baumfalke ist regelmäßig im NSG zu finden.








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